Ich habe noch nie Lebkuchen gemacht. Und dachte immer, dass sei so eine hohe Kunst. Ist es wahrscheinlich auch, wenn man so echte Rezepte macht.
Dieses hier, ebenfalls entnommen einer dieser Plätzchensondereditionen, ist jedenfalls grandios einfach und wurde von mir auf folgende Art nachgebacken (etwas variiert):
3 Eier Größe L werden schaumig geschlagen. 180 Gramm Zucker kommen rührenderweise dazu, eine Prise Salz auch. Weiterschlagen (hoch lebe die Küchenmaschine), bis eine schöne schaumige helle Masse entstanden ist. Kann dauern. So 10 Minütchen.
100 Gramm Orangeat und 100 Gramm getrocknete Datteln (hah! Hier ist die Variation. Ich mag kein Zitronat. Ich finde Zitronat noch schlimmer, als Orangeat und dachte mir, dass man die Früchte auch ersetzen kann durch andere. Und ich habe recht: es geht. Also lasst Euren Ideen freien Lauf.) klein hacken (mit dem Blitzhacker oder dem Messer) und dann zusammen mit 2 EL Lebkuchengewürz, ein paar Tropfen Bittermandelaroma und 150 Gramm gemahlenen Haselnüssen unter die Eier-Zucker-Masse heben.
Zum Thema Lebkuchengewürz:
Ich hab ja gesucht und nicht gefunden. Bis ich im Großmarkt dieses Tütchen hatte. Zuhause habe ich dann mal auf die Zutaten gelunst und festgestellt, dass wir alles auch einzeln gehabt hätten. Das wären im Einzelnen: Zimt, Sternanis, Nelken, Anis, Muskatblüte, Koriander, Ingwer, Muskatnuss, Kardamom. In der fertigen Würzmischung sind dann auch noch Mehl (?), Zucker und Maltodextrin vorhanden. Und natürlich die üblichen Verdächtigen: Spuuuuren. In diesem Fall Spuren von Ei, Soja, Milch, Sellerie, Senf und Sesam. Großartig, oder? Dann doch das nächste Mal lieber selber mischen. So nach Gusto.
Ok, weiter im Rezept.
Die Masse lange kalt stellen. Im Rezept steht mindestens 6 Stunden. Dann die Lebkuchenmasse auf Oblaten verstreichen. Ob man jetzt die runden nimmt oder eine große, ist ja eher eine Frage der Vorliebe. Aber auf jeden Fall einen kleinen Rand lassen, da der Lebkuchenteig ein bisschen läuft im Ofen.
Ofen. Genau 180 °C Umluft vorgeheizt und die Lebkuchen circa 15–18 Minuten backen.
Rausholen, abkühlen lassen und mit Schokoglasur versehen.
Uns schmecken sie großartig. Sie sind saftig und lecker und schmecken schon anders, als die Supermarktweichspüllebkuchen. Die sind eben feiner und ohne so viel Obststückchen.

Hmm, die sehen aber lecker aus. Tolles Photo! Und das vor’m Frühstück!
Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja keine Lebkuchen backen, aber die hier lachen mich ja schon an…
Liebe Grüße, Sus
Da kann ich mich Sus nur anschliessen. Hier wird man sozusagen zum Nachmachen überzeugt
Dankeschön und LG
Gerne
Gestern habe ich dann vom WTM noch ein Buch “Weihnachtsbäckerei” bekommen. Leider sind da 100 Plätzchenrezepte drin und ich weiß nicht, ob ich mich bis nächstes Jahr gedulden kann…
Hallo, ich nochmal
Hab’ sie letztes Wochenende nachgemacht, ein paar Tage ziehen lassen – länger hab’ ich es nicht ausgehalten – und heute probiert! Wow!!!! Die besten Lebkuchen die ich je gegessen habe, einfach traumhaft, genauso wie ich sie mag! Auch Aleks ist begeistert. Vielen, vielen Dank für dieses tolle Rezept. LG, Paule
Das freut uns doch
Wir fanden sie auch so genial, dass sie alle schon weg sind
(Wie übrigens der Rest der Plätzchen auch…)